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                 Tigriopus californicus
ein leicht zu kultivierender, mariner Copepode
          
                     

Tigriopus californicus, auch kurz Tiggerpods genannt, stellen ein hervorragendes Lebendfutter für kleinere Fische und Jungfische dar. Sie lassen sich einfach und massenhaft vermehren. Im Vergleich zu Artemianauplien sind die ausgewachsenen Copepoden mit etwa 1-2 mm etwas größer, die Nauplien aber deutlich kleiner. Für mich stellen sie eine sehr gute Ergänzung zu Artemianauplien und Rädertierchen dar. Für Jungfische, die nur Lebendfutter nehmen, möchte ich nicht mehr darauf verzichten.

Da es sich um eine marine Art handelt, sind sie besonders für Meer- und Brackwasserfische als Futtertiere geeignet. Sie sind jedoch sehr tolerant gegenüber dem Salzgehalt und bleiben daher auch im Süßwasseraquarium noch einige Minuten am leben. Süßwasserfische müssen aber in jedem Fall sparsamer gefüttert werden, damit keine Copepoden im Aquarium verenden ohne gefressen zu werden.

Ich züchte sie in einem kleinen Aquarium mit  25 Liter Meerwasser (Salzanteil 35 ‰). Leichte, grobperlige Belüftung zur Oberflächenbewegung. Eine Filterung ist nicht erforderlich. Als Beleuchtung dient eine Leuchtstoffröhre. Wasserwechsel ist nur selten erforderlich, verdunstetes Wasser muß aber regelmäßig nachgefüllt werden. Durch die Verdunstung kann der Salzgehalt auch mal auf 50 Promille ansteigen, dies hat nicht geschadet. Als Futter dient alle paar Tage etwas Trockenfutter (Cyclop-Eeze, Spirulinatabletten). Dazu hin und wieder Fostfutter (Mysis, Krill). Mit Sieben unterschiedlicher Maschenweiten kann man adulte Copepoden von Nauplien trennen und erhält so kleines und nahrhaftes Lebendfutter zur Jungfischaufzucht.
 

                 
  Tigriopus californicus
Einblick in eine gut laufende Kultur

 
 
  Tigriopus californicus
Bei stärkerer Vergrößerung sieht man gut die Eipakete der Weibchen.
Auch einige Jungtiere sind zu sehen.


 
 
  Literatur:

Krause, I. (2011):
Züchterecke - Kleine Tiger, große Wirkung – Tigriopus californicus. Koralle, Jg. 12(2), Heft-Nr. 68: 64-65.
 

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