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Entwicklungsbiologie von Grundeln
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Die Nachzucht mancher Grundelarten im Aquarium ist einfach. Viele andere wiederum konnten noch nicht im Aquarium nachgezüchtet werden. Ursachen hierfür sind unter anderem in der Entwicklungsbiologie zu finden. Bei den Grundeln gibt es ein breites Spektrum verschiedener Entwicklungstypen. Dies zeigt sich schon in der Größe und Anzahl der Eier und der Larven. Horsthemke (1995) unterteilt die große Gruppe der Grundeln in drei Entwicklungstypen:
Typ A: |
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Anzahlmäßig große Gelege mit sehr kleinen, dotterarmen Eier
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rasche Entwicklungszeit (im Extremfall nur 7 Stunden bis zum Schlupf)
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geschlüpfte Larven sehr klein (ab 1mm) und wenig entwickelt, relativ großer Dottersack
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Larven treiben frei im Wasser, werden häufig ins Meer verdriftet
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Beispiele: Hypseleotris compressa (Kärpflingsgrundel), Arten der Gattung Stiphodon
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Typ B: |
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Eier und Larven größer als beim Typ A
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Larven deutlich weiter entwickelt als beim Typ A, Dottervorrat weitgehend verbraucht
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Larven treiben frei im Wasser, nehmen nach dem Schlupf bereits Nahrung auf
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Beispiele: Arten der Gattung Brachygobius (Goldringelgrundel)
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Typ C: |
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große, dotterreiche Eier
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Embryo durchläuft in der Eihülle die gesamte Larvenentwicklung
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lange Entwicklungszeit (z.B. 10 Tage bei Chlamydogobius eremius)
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die planktonische oder schwimmende Larvenphase entfällt
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Jungfische führen sofort ein Bodenleben
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Beispiele: Chlamydogobius eremius, Chlamydogobius ranunculus, Rhinogobius duospilus
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Insbesondere die Grundeln des Entwicklungstyps A sind im Aquarium sehr schwer zu züchten, da sie aufgrund ihrer Winzigkeit noch kleineres Futter benötigen und Trockenfutter wohl nicht angenommen wird. Beim Entwicklungstyp B gibt es vereinzelte Nachzuchterfolge (z.B. Brachygobius sp., Mugilogobius chulae). Aber auch bei diesem Entwicklungstyp ist die Aquariennachzucht häufig noch nicht gelungen. Arten vom Entwicklungstyp C wurden dagegen schon oft nachgezüchtet.
Literaturhinweise:
Horsthemke, H. (1995): Fortpflanzungsbiologie von Grundeln. In: Greven, H. & Riehl, R. (Hrsg.): Fortpflanzungsbiologie der Aquarienfische - Symposiumsband. Birgit Schmettkamp Verlag, Bornheim. S. 115-128. |
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