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               Rhinogobius duospilus (Herre, 1935)
Weißwangengrundel
/ White-cheeked goby
 
           
 

Diese Grundelart zieht durch ihr interessantes Verhalten die Blicke der meisten meiner Besucher gleich auf sich. Sie wird häufig in den Aquariengeschäften angeboten und ist auch leicht zu züchtbar. Rhinogobius wui wird als Name noch häufig verwendet, es ist jedoch ein alter, nicht mehr gültiger Name (Synonym).

Typische Merkmale der Männchen sind unter anderem ein bulliger Kopf, dicke Lippen und Wangen sowie die roten Punkte auf der Branchiostegalmembran bzw. der Kopfunterseite. Die roten Punkte auf der Kopfunterseite sind ständig vorhanden. Die restliche Körperzeichnung kann dagegen sehr stark variieren. Im Normalfall sind die Männchen eher blaß, können sich aber in sekundenschnelle dunkel und farbiger zeigen, z.B. bei Revierkämpfen und Paarungsbereitschaft.

Ich halte die Grundeln in einem ungeheizten Becken. Die Temperatur bewegt sich zwischen 18 und 24°C. Gesamthärte etwa 8-12°dH. Leitfähigkeit etwa 500-600 µS/cm. Die Weibchen sind das ganze Jahr über laichbereit, dh. sie bilden einen Laichansatz nach dem anderen, unabhängig von bestimmten Eckdaten.
 

 
 
Rhinogobius duospilus, Männchen
Rhinogobius duospilus, Männchen
 
 
  meine Haltungsbedingungen:

pH-Wert:  7,0 – 7,8
GH:  8-12 °dH
Leitwert:  600 µS/cm
Temperatur:  19 – 24 °C
Futter:  Frost- und Lebendfutter


Literatur:

Baensch, H.A. & Riehl, R. (1992): Aquarien Atlas. Bd. 2, 5. Aufl., Mergus Verlag, Melle.
[Anmerkung: noch geführt als Rhinogobius wui in dieser Auflage]

Bauer, J. (2011): Rhinogobius - Begegnungen der besonderen Art. Amazonas, Jg. 7 (4), Heft-Nr. 36: 22-31.

Bitter, F. (2006): Eine Süßwasserzwerggrundel – Rhinogobius duospilus (Herre, 1935) ist auch mit kleinen Aquarien zufrieden. Aquaristik – aktuelle Süßwasserpraxis, Nr. 5/2006, S. 22–25.

Horsthemke, H. (1981): Nochmals Rhinogobius wui (Liu, 1940) - Teil 1. DATZ, Jg. 34(10): 338-341.

Horsthemke, H. (1981): Nochmals Rhinogobius wui (Liu, 1940) - Teil 2. DATZ, Jg. 34(11): 376-381.

Riehl, R. & Baensch, H.A. (1990): Aquarien Atlas. Bd. 3, 2. Auflage, Mergus Verlag, Melle.
[Anmerkung: noch geführt als Rhinogobius wui in dieser Auflage]

Taxacher, M. (2013): Fotostudie zur Embryonalentwicklung einer Grundel aus der Verwandtschaft der Weißwangengrundel (Rhinogobius cf. duospilus). VDA-aktuell, Jg. 19 (1): 21-23.

Weidner, P. & Weidner, T. (2005): Einfach niedlich. Beobachtungen an der Weißwangengrundel. Das Aquarium, Nr. 428, Februar 2005: 6-10.

 
 


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